‘Berlin raucht Juno – In köstlicher Frische’

Die deutsche Zigarettenmarke Juno wurde bereits im Jahr 1896 von der Berliner Zigarettenfabrik Josetti geschaffen. Die Wortbildmarke „Josetti-Juno“ wurde laut Wikiwand am 9. Februar 1898 beim DPMA unter Nr. 34169 angemeldet. Das markanteste Merkmal an der neuen Cigarette – damals schrieb man noch ein C statt eines Z – war ihre Form: Die Viriginatabake wurden hier, entgegen der bis dahin üblichen etwas flachen, ovalen Form, erstmals in runde Glimmstengeln gefüllt.

‘Aus gutem Grund ist Juno rund’ oder auch ‘Dick und rund’ waren beliebte Werbeslogans, mit denen die Tabakwaren auf Verpackungen und allen möglichen Trägern, wie Hinterglas- und Emailleschilder, angepriesen wurden.

Das vorliegende Schilderduo stammt aus der Zeit um 1925. Es handelt sich um zwei Streifenschilder, 76 cm lang und 6, respektiv 7 cm breit, auf denen einerseits ‘Berlin raucht Juno’ und andererseits ‘In köstlicher Frische’ zu lesen ist. Wo diese Schilder wohl ursprünglich angebracht waren? Wenn man im Netz mit beiden Slogans eine Suche durchführt, dann findet man eine Reihe Fotos, auf denen Busse zu sehen sind, die sie im Großformat tragen.

Dieses Bild aus dem Jahr 1932 zeigt den Slogan ‘Berlin raucht Juno’ auf einem Autobus. Ähnliche Busse fuhren unter anderem auch in Hamburg, wobei der Slogan dann entsprechend in ‘Hamburg raucht Juno’ abgeändert wurde. (Quelle: Wikiwand.com, Fotograf unbekannt)

Waren diese beiden Streifen möglicherweise für einen anderen Teil der Busse, resp. Tramwagen, gedacht? Oder vielleicht für Droschken oder motorisierte Taxis? Nein: Diese Art von Schildern diente dazu, befestigt an den vertikalen Teilen von Treppenleisten die Berliner U-Bahnfahrer zum Kauf zu animieren. Ähnliche Schilder sind – mit angepassten Namen – auch aus anderen Städten bekannt.

Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Frage, Meinung, Kritik? Hier ist der Ort dafür!