Startseite Sammler.Net-Community Historische Reklame: Plauderecke Ewiger Kalender der Seilwerke Puth aus Blankenstein / Hattingen

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        Eher selten: Blech-Dauerkalender aus Blankenstein/Hattingen bei “Bares für Rares” (Screenshots: ZDF)

        Bei “Bares für Rares” wurde am heutigen Donnerstag mal wieder ein Reklameobjekt gehandelt. Diesmal war es ein Dauerkalender (auch Ewiger Kalender genannt), den die Anbieter mitgebracht hatten.

        “Bestes Deutsches Bindegarn”

        Ein Reklame-Kalender aus Blankenstein / Hattingen mit Werbung für Bindegarn aus den Seilwerken Puth. “Bestes Deutsches Bindegarn trägt diese Schutzmarke” kann man auf dem zentralen Motiv lesen. Dahinter eine Bäuerin auf einem Feld, ein Pferdegespann im Hintergrund.

        Die Frau hält das Firmenloge hoch und präsentiert es dem Betrachter: HPB kann man darauf lesen. Die Buchstaben stehen für Heinrich Puth Blankenstein. Der Kalender besteht aus verschiedenen Materialien, wie Holz, Pappe und auf der Vorderseite mit Zelluloid überzogenes, bedrucktes Blech.

        Schätzpreis: 50 bis 80 Euro

        Entdeckt hatten die Verkäufer den Kalender vor Jahren auf einem Flohmarkt. Vom Zustand her kann man sagen: optisch sehr gut, funktionell weniger. Nur drei der vier Regler haben noch eine Funktion.

        Experte Detlev Kümmel schätzte den Wert des Kalenders, den er in der Zeit um 1950 ansiedelte auf 60 bis 80 Euro, was sich mit dem Preiswunsch der Anbieter deckte.

        Im Händlerraum stieß das Reklameobjekt trotz seines technischen Defektes auf reges Interesse. Gleich das erste Gebot, 100 Euro, übertraf den oberen Schätzwert.

        Nach etwas Hin und Her landete man schließlich bei 150 Euro. Zu diesem Preis erwarb Roman Runkel die Rarität.

        Die Seilwerke Puth wurden 1848 gegründet

        Die 1848 von Heinrich Puth (1821–1912) gegründeten Seilwerke Puth in Blankenstein waren über Jahrzehnte ein regional bedeutender Industriestandort.

        Das Unternehmen spezialisierte sich vor allem auf die Produktion von Bergbauseilen, fertigte aber auch Haushaltsgarne sowie später Draht- und Kunststoffseile in einer eigenen Verzinkerei. In seiner Blütezeit beschäftigte das Werk bis zu 500 Mitarbeiter.

        Nach dem Konkurs im Jahr 1981 und dem anschließenden Leerstand erwarben die Hattinger Wohnstätten das Areal 1998. Ab 1999 folgte eine umfassende Sanierung der Altlasten, bevor 2003 die Neugestaltung des Geländes begann.

        Heute verbindet das moderne „Quartier Puth“ Wohnen und Einkaufen, wobei die historische Fassade und die Werkstatt als Industriedenkmal erhalten blieben. Zur Erinnerung an den Firmengründer trägt zudem die Heinrich-Puth-Straße in Hattingen-Blankenstein bis heute seinen Namen.

        PS: Wer mehr über die Seilwerke und seinen Gründer erfahren möchte, der findet hier einen interessanten Beitrag.

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