„Restlicht – Osram München“ ist ein faszinierender Architektur- und Zeitdokumentationsband, der eines der bedeutendsten Industriegebäude Münchens in den Mittelpunkt rückt.

Der Bildband erzählt die Geschichte des legendären Verwaltungsgebäudes der Osram GmbH – eines der ersten offenen Großraumbüros Europas –, das über Jahrzehnte hinweg Firmenidentität, Arbeitswelt und städtische Präsenz miteinander verband.
Die Architektur des Gebäudes von Walter Henn
Der Fokus des Buches liegt auf der Architektur des Gebäudes von Walter Henn, seiner Wirkung im urbanen Kontext und seiner späteren Umnutzung.
Mit Texten von Architekturforschern und zahlreichen atemberaubenden Fotografien wird nachvollziehbar gemacht, wie dieses Bauwerk von seinem Entwurf über seine Nutzung als Unternehmenshauptsitz bis hin zu seiner Nutzung als Flüchtlingsunterkunft Bestand hatte und schließlich 2018 abgerissen wurde.
Die Stärke dieses Bandes liegt in der Verbindung von visueller Dokumentation und reflektierendem Text: Historische Pläne, Detailaufnahmen und stimmungsvolle Gesamtansichten lassen die Entwicklung des Gebäudes lebendig werden und zeigen, wie Industriearchitektur des 20. Jahrhunderts soziale, wirtschaftliche und ästhetische Fragen zugleich spiegelte.
Gelungene Hommage an ein besonderes Bauwerk
Besonders eindrucksvoll ist, wie der Band die Vielschichtigkeit des Ortes – von Arbeitswelt über soziale Nutzung bis zur Erinnerung an ein verloren gegangenes Stück Stadtgeschichte – erfahrbar macht.
Für Architektur- und Design-Interessierte sowie Leser, die sich für moderne Stadtgeschichte begeistern, bietet „Restlicht – Osram München“ nicht nur eine kunstvoll fotografierte Chronik, sondern auch einen nachdenklichen Blick auf Nachhaltigkeit, Erbe und kulturellen Wert architektonischer Ikonen.
Insgesamt ist das Buch eine gelungene Hommage an ein besonderes Bauwerk – reich an Bildern und Informationen, die sowohl technisch Interessierte als auch Liebhaber von Industriegeschichte und Architektur inspirieren werden.
