Ein seltenes Burkbraun-Emailschild aus den 1920er Jahren wurde bei Bares für Rares mit nur 500 Euro bewertet. Im Händlerraum brachte die Rarität schließlich 480 Euro. Auf dem Sammlermarkt ist das Schild aber deutlich mehr wert.
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Die Marke Burkbraun entstand 1919 in Cottbus, als der Kaufmann Heinrich Burk und der Süßwarenfachmann Paul Braun eine Kakao- und Schokoladenfabrik gründeten. Der Name setzte sich aus ihren Nachnamen zusammen und wurde rasch zu einem bekannten Begriff in der Lausitz.
Produziert wurden Trinkkakao, Tafelschokolade, Pralinen und Zuckerwaren. In den 1920er und 1930er Jahren galt Burkbraun als moderne Marke, die industrielle Fertigung, zeitgemäße Verpackung und innovative Werbung verband.
Besonders auffällig war die sogenannte „Radium-Schokolade“, deren Name den damaligen Fortschrittsglauben spiegelte. Historische Fotografien zeigen heute nicht nur Produktionsräume, sondern auch Werksküche und Fabrikalltag – Zeugnisse eines großen Cottbuser Industriebetriebs.

Nach 1945 verschwand der Markenname im Zuge wirtschaftlicher Umstrukturierungen, doch Burkbraun bleibt ein spannendes Beispiel regionaler Markengeschichte und früher deutscher Süßwarenindustrie.
Emailschilder mit Reklame für die Schokoladenmarke aus Cottbus sind nicht sehr häufig. Ab und zu taucht ein Schriftschild auf (siehe auch hier), doch das Motivschild mit dem Kind ist sehr rar anzutreffen.
500€ als Schätzpreis: Viel zu niedrig!

Am Dienstag, den 31. März 2026 tauchte eins der seltenen Emailschilder der Schokoladenmarke beim ZDF in der Sendung “Bares für Rares” auf. Mitgebracht hatten es zwei ältere Herren, die Brüder Ewald und Alfred Gallus.
Ihren Erklärungen nach wurde es in einem Mehrfamilienhaus entdeckt, in dessen Erdgeschoss sich früher eine Bäckerei befand. Das Schild befand sich in sehr schönem Zustand, vor allem die Farben und der Glanz waren noch fast ofenfrisch. Einige Abplatzer waren vorhanden, dennoch handelt es sich um ein Schild, das auf dem Sammlermarkt im vierstelligen Bereich gehandelt wird.
Die bescheidenen Brüder wünschten sich aber nur 150€ für das Objekt. Umso glücklicher waren sie, als Expertin Annika Raßbach selbiges auf 500€ schätzte. Diese Schätzung ist viel zu niedrig angesetzt, wie aus dem Vergleich zu rezent erzielten Preise bei spezialisierten Auktionen hervorgeht:

480€ gab es im Händlerraum für die Rarität
Mit dem Wissen, dass ihr Schild mehr als die erhofften 150€ wert sei, suchte das Bruderpaar den Händlerraum auf. Dort stieß das schöne und seltene Schild bei allen Anwesenden auf große Begeisterung. Walter “Waldi” Lehnertz aus der Eifel eröffnete den Gebotsreigen mit 280€. Nach und nach stieg der Preis an …
Schlussendlich erhielt “Waldi” denn auch den Zuschlag: 480€ war sein höchstes Gebot und darüber wollte keiner der Händler mehr gehen. Da den Brüdern Gallus ja von Frau Raßbach ein Wert von 500€ für die emaillierte Rarität vorgegeben worden war, stimmten diese freudig zu!
Hätten sie das Schild in eine spezialisierte Auktion gegeben, wäre wohl gut das Doppelte bis Dreifache dringewesen. Aber dann hätten Alfred und Ewald keinen TV-Auftritt gehabt …
PS: Auch bei eBay.de hätte es für das Schild sicherlich einen vierstelligen Betrag gegeben. 2023 wurde ein Schild der Marke in schlechtem Zustand, mit Übermalungen, Kratzern usw. für 481€ versteigert: Lesen Sie hier!

