Erdal: Frühes Emailschild bei „Bares für Rares“

Unter Reklamesammlern ist der Erdal-Frosch ein beliebtes Motiv. Ob auf Dosen, auf Blechschildern, oder, wie in diesem Fall, als Emailplakat. Mit imposanten 70 x 60 Zentimetern machte das Schild, das heute bei „Bares für Rares“ auftauchte, richtig was her.

Am Mittwoch, den 17. Juni 2026 hatte wieder einmal ein historisches Reklameschild einen Auftritt im ZDF. Markus, Orthopädietechniker aus Düren, hatte es mit ins Pulheimer Walzwerk gebracht. Und zwar ein uraltes, großformatiges Emailschild mit Reklame für die Schuhpaste von Erdal.

Das Schild zeigt bereits das in der Sammlerszene als „Rotfrosch“ bezeichnete Tier, das erst 1919 eingeführt wurde. Davor war das Markenlogo von Erdal in naturgrün unterwegs. Mehr dazu finden Sie in in diesem Sammler.Net-Beitrag: Erdal: Von der Mainzer Wachsfabrik zur Ikone der Markenwelt.

Hergestellt wurde es von einem der größten Emaillierwerke des Landes, Boos & Hahn, damals noch in Offenburg angesiedelt, wie aus der Bezeichnung am rechten unterer Rand hervorgeht.

Die Erhaltung der Rarität war nicht gerade besonders gut. Den gesamten Randbereich säumten Abplatzer, am linken unteren und linken oberen Eck gab es Substanzverlust, im Hintergrund, in der Schrift und vorne am Maul des Frosches waren ebenfalls Schäden zu melden.


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Dafür hatte das flache, dick schablonierte Schild aber noch einen überwiegend schönen Glanz. In Sammlerkreisen würde man den Zustand wohl mit 3-4 bewerten. Siehe auch: Emailschilder-Zustandsbeschreibung: Von 0 bis 5.

Entstanden sein muss das Exemplar um das Jahr 1920, da der Erdal-Frosch bis 1918 noch grün war und das Emaillierwerk Boos & Hahn nur bis 1921 in Offenburg produzierte und erst danach in Ortenberg ansässig war.

Markus wünschte sich für das Emailschild 500 Euro. Das sah Experte Detlev Kümmel als zu niedrig an. Er bewertete das Reklameschild auf 800 bis 1.000 Euro, was den Verkäufer sichtlich erfreute.

Im Händlerraum interessierten sich vor allem der Eifler Händler Walter Lehnertz, Liza Kielon, Immobilienkauffrau und selbstständige Antiquitätenhändlerin aus Ostwestfalen, und der Niederländer Jos von Katwijk für das Sammelobjekt.

Letzterer sicherte sich den Erdal-Frosch in Emaille schlussendlich für 550 Euro. Diese Summe ist eigentlich als Einkaufspreis für ein solches Schild in dem Zustand recht hoch. Im November 2025 erzielte ein gleiches Emailschild in Worms anlässlich einer Auktion ein Höchstgebot von 500 Euro. Allerdings befand sich dieses in wesentlich besserem Zustand 2-.



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