Die legendäre „Black Strat“ von David Gilmour ist die teuerste jemals versteigerte Gitarre der Welt. Bei einer Auktion des Hauses Christie’s in New York City erzielte das Instrument einen Endpreis von 14,55 Millionen US-Dollar inklusive Käuferprovision.
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Der Zuschlag selbst lag bei 12,1 Millionen Dollar, hinzu kam das bei internationalen Auktionen übliche Käuferaufgeld. Für den Sammlermarkt gilt der Endpreis als maßgeblicher Vergleichswert.
Die schwarze Fender Stratocaster zählt zu den bekanntesten Instrumenten der Rockmusik. David Gilmour spielte sie über viele Jahre bei Studioaufnahmen und Konzerten von Pink Floyd.
Zum Einsatz kam sie unter anderem bei den Alben The Dark Side of the Moon, Wish You Were Here, Animals und The Wall. Auch das bekannte Solo aus Comfortably Numb wird unmittelbar mit diesem Instrument verbunden.
Starke Wertentwicklung seit dem Rekordverkauf von 2019
Bereits 2019 hatte dieselbe Gitarre einen Rekord erzielt. Damals wurde sie für 3,975 Millionen Dollar verkauft. Käufer war der US-Sammler Jim Irsay. Der aktuelle Verkauf zeigt die außergewöhnliche Entwicklung im Spitzenbereich des Marktes für Musikmemorabilia.
Innerhalb weniger Jahre hat sich der Wert des Instruments damit deutlich erhöht. Für Sammler sind mehrere Faktoren ausschlaggebend:
- dokumentierte Nutzung auf Studioaufnahmen
- jahrzehntelange Bühnenhistorie
- originale Umbauten
- lückenlose Herkunft
- hohe internationale Bekanntheit
Gerade bei prominenten Musikerinstrumenten ist die Provenienz heute oft wichtiger als technische Originalität allein.
Weitere Spitzenpreise der Auktion: 11,5 Millionen für Garcias
Auch andere Instrumente erzielten außergewöhnliche Ergebnisse. Die handgefertigte „Tiger“-Gitarre von Jerry Garcia erreichte 11,5 Millionen US-Dollar.
Die mit hohen Erwartungen angebotene Fender Mustang von Kurt Cobain wurde für knapp 7 Millionen US-Dollar versteigert und gehörte damit ebenfalls zu den Spitzenlosen der Auktion.
Die Versteigerung bestätigt die Entwicklung des internationalen Sammlermarktes: Historisch bedeutende Instrumente mit klarer Provenienz und hoher kultureller Bedeutung werden zunehmend als eigenständige Anlageobjekte wahrgenommen.

