Pari-Auktion auf Schloss Weiler: Hochkarätige Reklamekunst

Traumzustände, Hochglanz und einige der seltensten Zigaretten-Emailschilder der letzten Jahre: Die Pari-Auktion auf Schloss Weiler bietet diesmal zahlreiche Spitzenstücke. Hier unsere Top 5!

(Alle Bilder: Pari Auktionen | Invaluable.com)

Am morgigen Freitag, den 15. und am Samstag, den 16. Mai veranstaltet Pari Auktionen auf Schloss Weiler in Bessenbach seine nächste große Reklameauktion. Während der Freitag unter dem Titel „Treasure Trove: Porcelain Enamel Signs“ vor allem Lose aus dem günstigeren bis mittleren Preisbereich umfasst, folgen am Samstag unter der Bezeichnung „Highlights: Enamel Signs & Fine Advertising Art“ mit den Losen 208 bis 613 jede Menge Raritäten.

Im Katalog finden sich auch diesmal wieder extrem seltene Emailschilder und weitere hochwertige Reklameobjekte. Besonders auffällig ist diesmal die Zahl außergewöhnlich gut erhaltener Zigaretten-Emailschilder unter den Spitzenstücken.

Die fünf spektakulärsten Lose

Hier nun die fünf spektakulärsten Lose der Versteigerung. Wir haben uns dabei an die Schätzpreise des Auktionshauses gehalten. Bei einer solch großen Auswahl an qualitativ hochwertigen Teilen ist es nicht leicht eine Auswahl zu treffen.

Los 611: Emailschild „Casanova Cigaretten“

Schätzung: 35.000 – 45.000 Euro

Das Casanova-Cigaretten-Schild nach einem Entwurf von Ludwig Hohlwein gehört zu den Spitzenlosen der Auktion. Das gewölbte Emailschild ist „schabloniert und lithographiert“. Im Katalog heißt es: „Wir freuen uns, Ihnen eines der besten, uns bekannten, roten Casanova-Schilder anbieten zu dürfen.

Weiter werden „beeindruckender Hochglanz“, „kaum oberflächliche Kratzerchen“ sowie eine „atemberaubende“ Farbpracht hervorgehoben. Selbst „in der Schnauze, die eigentlich immer verblichen ist“, seien die Farbtöne noch gut erhalten.

Das Schild ist bezeichnet „Boos & Hahn, Ortenberg-Baden“, signiert „Ludwig Hohlwein, München“ und misst ca. 74 × 59 cm. Der Zustand wird mit „2+“ angegeben.

Los 243: Gusseisen-Automat Stollwerck

Schätzung: 30.000 – 40.000 Euro

Der bedeutende Gusseisen-Automat der Firma Stollwerck besitzt vier Schächte, die laut Katalog ursprünglich „mit Schokolade, Bonbons, Pfefferminzpastillen oder Mandeldessert befüllt wurden“. Unter jedem Emailschild befindet sich ein eigener Münzeinwurf.

Im „geschweiften Dach“ befindet sich eine Glasscheibe, hinter der sich noch die originalen Schaupackungen aus der Zeit befinden.

Besonders hervorgehoben wird die: „wunderbare Gründerzeit-Ornamentik, mit gusseisernen Fratzen geziert“. Gefertigt wurde der Automat laut Katalog von „Bergmann´s Industriewerken Gaggenau (Baden)“. Der Automat wird mit „schöner, voll funktionsfähiger Zustand“ beschrieben. Lediglich der Schlüssel fehle.

Los 407: Emailschild „Nivea Seife“

Schätzung: 30.000 – 40.000 Euro

Das Emailschild „Nivea Seife“ wird im Katalog als „schabloniert und lithographiert“ beschrieben und als „herausragender Entwurf aus der Feder von Hans Rudi Erdt“ bezeichnet. Besonders hervorgehoben wird „die fein lithographierte Darstellung der Seifenpackung in ihrer harmonischen Farbkomposition“, begleitet vom „charakteristisch gezitterten roten Feld“.

Weiter heißt es, das Zusammenspiel komme „in diesem außergewöhnlichen, absolut kratzerfreien Hochglanz und leuchtend frischen Farben besonders zur Geltung“. Aufgrund der Erhaltung sei dieses Schild „das beste uns bekannte von lediglich etwa einer Handvoll Exemplare“

Das Schild ist unten links „H. R. Erdt“ signiert und bezeichnet „Torpedo Email, Frankfurter Emaillierwerke G.m.b.H., Neuenhagen-Berlin W8“. Maße:n ca. 49,5 × 39,5 cm. Der Zustand wird mit „1“ angegeben.

Los 432: Emailschild „Matrapas Feinste Cigarette“

Schätzung: 25.000 – 35.000 Euro

Das gewölbte Emailschild „Matrapas Feinste Cigarette“ zählt ebenfalls zu den Spitzenstücken der Auktion. Im Katalog heißt es: „Es macht einen fast sprachlos, dieses frühe Highlight in dieser perfekten, kompromisslosen Erhaltung zu sehen“.

Weiter werden „frische Farben wie am ersten Tag“, „perfekter Glanz“ sowie eine außergewöhnliche Oberfläche hervorgehoben: „selbst mit einer Lupe ist nicht ein einziger Kratzer zu finden.

Auch die originale Montageanleitung sei „wunderbar erhalten“. Für diesen Zustand lasse sich „kaum die passenden Superlative finden“, vielmehr müsse man das Schild „einfach live erleben“. Laut Beschreibung handelt es sich um „das beste uns bekannte Exemplar.

Das Schild ist bezeichnet „Emaillierwerk Peters, Elberfeld“, misst ca. 33 × 50 cm und wird mit Zustand „0!“ bewertet.

Los 610: Emailschild „Salem Aleikum Cigaretten“

Schätzung: 25.000 – 35.000 Euro

Das stark gewölbte Emailschild „Salem Aleikum Cigaretten“ ist „schabloniert und lithographiert“ emailliert. Im Katalog wird hervorgehoben, wie selten dieses frühe Schild in einer derartigen Erhaltung ist: „Schier unglaublich, diese extrem seltene Version der Salem-Fabrik einmal in dieser Qualität zu sehen.

Beschrieben werden „perfekter Glanz“ sowie Farben, die „frisch wie am ersten Tag“ leuchten. Erwähnt werden lediglich: „vereinzelte, nahezu unsichtbare Mikrokratzer“ sowie „zwei herstellungsbedingte, offene Emailblasen“.

Abgebildet ist die Yenidze-Zigarettenfabrik, deren Gebäude heute noch in Dresden zu bewundern ist. Das Schild ist bezeichnet „Emaillierwerk Peters, Elberfeld“ und misst 49,5 × 32,5 cm. Zustand: 1.

Am Freitag ab 16 Uhr und am Samstag ab 10 Uhr

Die Auktion findet am 15. Mai ab 16 Uhr und am 16. Mai ab 10 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es hier: Pari: Reklame-Auktion auf Schloss Weiler

Was sind eure Favoriten bei der bevorstehenden Auktion? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


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