Sonnig, fruchtig, Bluna-frisch: Reklameuhr bei „Bares für Rares“

Eine ungewöhnliche Reklameuhr mit Werbung für die Limonadenmarke Bluna hatte am Montag, den 19. Oktober 2026 einen Auftritt bei „Bares für Rares“ und wechselte zu einem eher bescheidenen Preis den Besitzer.

Maria-Luise und Ingo aus Bielefeld, beide Rentner, besuchten das Pulheimer Walzwerk mit einem Stück Erinnerung in Form einer Werbeuhr unter dem Arm. Die Bluna-Reklame stammte aus dem Lokal, das die Eltern von Ingo einst betrieben. Die kultige Uhr hing dort über dem Tresen und später, nach der Schließung der Gaststätte, gut drei Jahrzehnte im Partykeller des Bielefelder Ehepaars.

Nun soll das seltene Reklameobjekt einen neuen Besitzer erfreuen! Das runde Zifferblatt trägt das charakteristische orange-weiße Bluna-Logo. Schwarze Stundenmarkierungen und mehrere orangefarbene Ringe rahmen die Anzeige ein.


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Doch die Uhr kann mehr als nur die Zeit anzeigen: Sie verfügt über Beleuchtung und eine Laufschrift. Unter dem Logo verläuft der Werbespruch „sonnig fruchtig Bluna-frisch“, der sich durch einen Mechanismus dreht. Damit wurde sie zu einem kleinen technischen Werbeträger, der die Aufmerksamkeit auf die Marke lenken sollte.

Die Rückseite gibt einen Einblick in die Konstruktion des elektrischen Geräts. Das genaue Herstellungsunternehmen ließ sich anhand der vorliegenden Ansichten allerdings nicht eindeutig bestimmen.

Bluna, eine Marke mit Kölner Wurzeln

Die Geschichte der Marke ist eng mit dem Kölner Unternehmen Friedrich Blumhoffer Nachfolger verbunden, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1864 zurückreichen. Die bekannte Bluna-Orangenlimonade kam 1952 auf den Markt.

Der Markenname wird als Kurzform von „BLUmhoffer NAc hfolger“ erklärt. Die historische Wortmarke BLUNA war bereits 1939 angemeldet worden; die bekannte Limonade folgte erst später.

In der Werbung setzte Bluna auf eine auffällige Farbgestaltung und das markante Logo mit seinem stilisierten Fruchtmotiv. Der Slogan „sonnig fruchtig Bluna-frisch“ ist bereits aus Werbematerial von 1962 bekannt und passt damit bestens zur zeitlichen Einordnung der Reklameuhr.

Auch der Sport gehörte zur Markenwerbung: Zwischen 1960 und 1962 gab es eine professionelle Radsportmannschaft unter dem Namen Bluna. Erst 1995 wurde der bis heute bekannte Slogan „Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“ zum Werbehit.

Schätzpreis wurde nicht erreicht

Die Bluna-Uhr ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Gebrauchstechnik und Markenwerbung in der Wirtschaftswunderzeit verbanden. Für Sammler historischer Getränkewerbung ist sie gerade durch die Kombination aus Uhr, Beleuchtung und früher Laufschrift besonders reizvoll.

Experte Detlev Kümmel datierte den Werbeträger bei „Bares für Rares“ in die 1960er-Jahre. Seine Schätzung lag bei 180 bis 250 Euro. Im Händlerraum hielt sich die Begeisterung für die Reklame-Rarität stark in Grenzen. So wechselte die Uhr schließlich für nur 120 Euro den Besitzer: Jan Čížek erhielt den Zuschlag.

Ein sehr guter Einkaufspreis für dieses seltene Reklameteil. Hättet Ihr mehr geboten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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