„Auf Zeche: Entdecken, Erleben, Erinnern“ ist ein liebevoll gestalteter und zugleich praxisorientierter Reiseführer durch die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets.

Der Band nimmt Leser mit auf eine faszinierende Entdeckungstour zu mehr als 100 ehemaligen Schachtanlagen, Zeugnisse einer Zeit, in der der Steinkohlenbergbau das Leben, die Landschaft und die Kultur einer ganzen Region prägte.
Verbindung von Geschichte und Gegenwart
Der Autor und seine Mitstreiter schaffen es, die oft vergessenen Orte des Ruhrbergbaus wieder lebendig werden zu lassen: Fördergerüste, Maschinenhallen, Kauen und andere markante Bauten werden nicht nur als architektonische Überreste beschrieben, sondern als spannende Stationen einer historischen Entdeckungstour präsentiert.
Durch zahlreiche farbige Fotos und präzise Wegbeschreibungen wird das Buch zu einem idealen Begleiter für Individualreisende, Geschichtsinteressierte und Fotofreunde gleichermaßen.
Ein besonderes Plus ist die Verbindung von Geschichte und Gegenwart: Zu jedem Standort gibt es nicht nur Fakten zur bergbaulichen Vergangenheit, sondern auch Hinweise darauf, wie die Orte heute genutzt werden – sei es als Museum, Kulturstandort oder öffentlicher Raum.
Ein kultureller und historischer Begleiter
Dadurch entsteht ein lebendiges Panorama, das die Transformation des Ruhrgebiets von einem industriellen Zentrum zu einer vielfältig genutzten Kulturlandschaft widerspiegelt.
Die sprachliche Gestaltung ist zugänglich und informativ, ohne in trockene Fachsprache abzugleiten. Für Einsteiger bietet das Buch einen fundierten Einstieg in die Geschichte des Bergbaus, während Experten die detaillierten Beschreibungen und historischen Hintergrundinformationen zu schätzen wissen.
Insgesamt ist „Auf Zeche“ mehr als nur ein Reiseführer: Es ist ein kultureller und historischer Begleiter, der den Leser dazu einlädt, sich auf Spurensuche durch das industrielle Erbe des Ruhrgebiets zu begeben und die Spuren einer bedeutenden Epoche der deutschen Wirtschaftsgeschichte neu zu entdecken.
