Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer

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Die zweitletzte große Reklameauktion in Deutschland für das Jahr 2025 ist soeben zu Ende gegangen. Enttäuscht dürfte sich nicht nur Micky Waue, sondern auch der Einlieferer des Highlights der Auktion zeigen, denn das seltene Shell-Emailschild nach Jean d’Ylen fand zum Startgebot von 180.000 Euro keinen Käufer.

Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer – Bild 1
Los 287: Shell Benzin Auto Oil, Emailschild, 100 x 66 cm,
gewölbt, dick schabloniert und lithographiert.
Zustand 1. Schätzpreis: 300.000 – 350.000€
Zum Startgebot von 180.000€ fand sich kein Käufer.

Von Aschern über Taschenspiegel, Kalender oder Thermometer mit Reklameaufdrucken, Werbefiguren, Blechdosen … bis hin zu Emailschild-Raritäten: Die Panoplie ließ bei der 49. Friedrichsdorfer Reklame-Auktion kaum Wünsche offen.

Auch die Themenvielfalt war wieder verblüffend und preislich war für den ganz kleinen bis hin zum sehr großen Geldbeutel wieder etwas dabei!

169 Lose am ersten, 345 am zweiten Tag

Pünktlich um 15 Uhr ging es am Freitagnachmittag im Forum Friedrichsdorf los. Insgesamt kamen am ersten Tag 169 Lose zum Aufruf, von denen bis auf sieben auch alle einen Käufer fanden.

Teuerstes Objekt am Freitag war übrigens ein frühes Emailschild Nestle’s Kindermehl, das für 39.000 Euro zugeschlagen wurde. Der Schätzpreis für das Schild hatte fast das Doppelte betragen.

Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer – Bild 2
Los 82: Nestle’s Kindermehl, 33 x 55 cm, Emailschild gewölbt,
zuckergussartig emailliert und fein lithographiert,
Frankfurter Emaillirwerke Neu-Isenburg. 
Zustand 1-2, Schätzpreis 70.000 – 75.000€
Hammerpreis: 39.000€

(Alle Bilder: Micky Waue | Invaluable.com)

Auch weitere Raritäten erzielten hohe Preise, so beispielsweise eine Sunlicht-Seifenflocken-Dame in prachtvoller Erhaltung. Sie wurde für 27.000 Euro zugeschlagen und verfehlte damit den Schätzpreis von 35.000 Euro bis 38.000 Euro nur knapp. Schließlich kommen zum Hammerpreis noch die Unkosten – Provision & Taxen – hinzu.

Nun aber zum heutigen, zweiten Auktionstag. Der begann offiziell zwar erst um 9 Uhr, inoffiziell aber schon wesentlich früher, wie dieser Forumsbeitrag von Sammler.Net-Mitglied Thomas Schumacher kurz nach sechs Uhr vom Kofferaummarkt zeigt!

Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer – Bild 3
Los 125: Seifenflocken LUX, 40 x 60 cm, Emailschild, gewölbt, schabloniert
und lithographiert, Torpedo-Email, Frankfurter Emaillirwerke Neu-Isenburg,
Entwurf: Jupp Wiertz (zugeschrieben)
Zustand: 1+
Schätzpreis: 35.000 – 38.000€
Hammerpeis: 27.000€

Durch die Auktion führte dann, ab Punkt neun Uhr, wie schon am Freitag Jürgen Renk. Und der tat das in recht flottem Tempo, so dass das mit Spannung erwartete Höhepunkt der Auktion, Los Nummer 287, ein Emailschild mit Reklame für das Benzin und die Motoröle von Shell mit dem ikonischen Motiv von Jean d’Ylen schon am frühen Vormittag zum Aufruf kam.

“Ein echtes Meisterwerk” mit echt hohem Startpreis

Im Auktionskatalog schreibt Micky Waue über das Schild: “Das Motiv ist ein echtes Meisterwerk, das metallische Pferd, bezogen auf die frühe Automobilisierung, geht mit dem guten Shell Benzin fast durch, die beiden Tankwart-Pagen haben sichtlich Probleme es im Zaum zu halten. Ein absolutes Traumstück, das beste von wenigen uns bekannten Exemplaren.

Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer – Bild 4
Micky Waue (l.) und
Auktionator Jürgen Renk
(Screenshot: Invaluable.com)

Der Schätzpreis lag laut Katalog bei 300.000 bis 350.000 Euro! Und alleine schon der Startpreis hatte es in sich: 180.000 Euro wurden gefordert!

Die wollte am Samstag aber keiner bieten. Jürgen Renk ließ wissen, es läge ein schriftliches Gebot in Höhe von 150.000 Euro vor. Ein Telefonbieter erhöhte wenig später auf 155.000 Euro.

Doch zu diesem Tarif konnte der Auktionator das Highlight von Auktion 49 nicht zuschlagen. Das müsse Micky Waue mit dem Einlieferer besprechen. So kam es dazu, dass das Shell-Schild vorerst keinen neuen Besitzer fand.

Für 314 Lose des zweiten Auktionstags (31 blieben insgesamt ohne Gebot) sollten sich jedoch Abnehmer finden. Unter denjenigen mit den höchsten Ergebnissen zählte auch folgendes Münchner Kindl Emailschild in fettem Zuckerguss. 25.000 Euro war das Schild einem Bieter wert – zuzüglich Provision.

Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer – Bild 5
Los 382: Kindl Bräu, Emailschild,50 x 95 cm, gewölbt, schabloniert,
das gesamte Motiv zuckergussartig emailliert,

Eternit-Email, Emaillier-Werk Hans Fink, Pasing-München.
Zustand 1-2. Schätzpreis: 35.000 – 38.000€
Hammerpreis: 25.000€

Außer diesem Uralt-Teil konnte auch ein 1950er Jahre-Schild überzeugen. Eine PEZ-Dame in Zustand 1-2 / 2, die auf bis zu 22.000 Euro geschätzt worden war, fand für 11.000 Euro, zzgl. Aufgeld, einen Abnehmer.

Friedrichsdorf: Shell-Highlight bleibt vorerst beim alten Besitzer – Bild 6
Los 485: PEZ, Emailschild, 48 x 72 cm, abgekantet, schabloniert und umgedruckt,
bezeichnet mit: Pyro-Email, Boos & Hahn, Ortenberg-Baden und Made in Germany.
Entwurf: Gerhard Brause. Zustand: 1-2 / 2.
Schätzpreis: 20.000 – 22.000€
Hammerpreis: 11.000€

Mit der heutigen Versteigerung in Friedrichsdorf geht das Reklame-Auktionsjahr im deutschsprachigen Raum noch nicht ganz zu Ende: Am Freitag und Samstag nächster Woche steht die mit Spannung erwartete Jubiläumsauktion von Micky Waue an.

Und diese könnte für einen neuen absoluten Rekord sorgen, was die Preise von europäischen Emailschildern angeht. Warten wir’s ab!


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