Am 14. November 2026 lädt das Auktionshaus HDVM Hôtel des Ventes Mazzella in Marseille zur vierten Ausgabe der Auktion „AdOrigins“ ein. Auf Sammler historischer Reklame warten 252 Lose mit originalen Werbeobjekten aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Besonders bemerkenswert sind einige hoch eingeschätzte Emailschilder, darunter ein eindrucksvolles Emblem der französischen Automobilmarke Avions Voisin.
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Schon das Auktionsplakat macht deutlich, welches Objekt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht: ein großes, blau-goldgelbes Flügelemblem von Avions Voisin, der französischen Automobilmarke, die für ihre außergewöhnlichen Fahrzeuge bekannt war.
Das um 1920 datierte Emailschild wird unter Los 135 angeboten. Die Schätzung liegt bei bis zu 55.000 Euro. Damit zählt es zu den spannendsten Objekten der gesamten Versteigerung und dürfte nicht nur Automobilia-Sammler ansprechen.
Doch auch abseits dieses prominenten Stücks hält der Katalog zahlreiche attraktive Werbeobjekte bereit.
Reklameklassiker mit hohen Schätzpreisen
Besonders die französische Lebensmittelwerbung ist mit mehreren bemerkenswerten Stücken vertreten. Dazu gehört ein Schild für Lait Pasteurisé de la Vallée, das um 1895 datiert wird. Für das frühe Werbeobjekt, das unter Los 229 angeboten wird, nennt der Katalog eine Schätzung von bis zu 25.000 Euro.

Ebenfalls hoch angesetzt ist ein Schild für Lustucru aus der Zeit um 1930. Unter Los 216 werden dafür bis zu 25.000 Euro erwartet. Die traditionsreiche Teigwarenmarke gehört zu den bekannten Namen der französischen Reklamegeschichte.
Auch Chocolat Pupier ist mit einem interessanten Stück vertreten: Das um 1927 bis 1935 datierte Thermometer-Emailschild in extrem feiner Erhaltung wird unter Los 197 mit bis zu 20.000 Euro taxiert.
Weitere Höhepunkte stellen verschiedene Reklameträger für La Vache qui rit dar. Die berühmte lachende Kuh ist gleich mit mehreren höher eingeschätzten Objekten im Angebot. Für das Los 170 liegt die Schätzung bei 5.000 bis 12.000 Euro; ein weiteres Stück, die „Petite Marmite – La Vache qui rit“ aus der Zeit um 1934, wird unter Los 209 mit 5.000 bis 10.000 Euro bewertet.

Auch ein historisches Emailschild mit Werbung für die Regenschirme von Revel nach einem Motiv von Leonetto Cappiello, aus dem Jahr 1922, verdient Beachtung. Das unter Los 107 angebotene, makellose Stück wird auf 5.000 bis 8.000 Euro geschätzt.
Eine breite Palette von Themenbereichen
Einen breiten Raum nimmt die Werbung rund um Automobile, Motorräder, Fahrräder und Schmierstoffe ein. Zu den vertretenen Marken gehören unter anderem Michelin, Peugeot, Renault, Shell, Yacco, Berliet, Panhard & Levassor, Delahaye und Hutchinson.
Ergänzt wird das Angebot durch historische Schilder für Öl- und Kraftstoffmarken sowie durch Reklame aus dem Fahrrad- und Motorradbereich. Für Liebhaber alter Werkstatt- und Tankstellenwerbung lohnt sich deshalb ein genauer Blick in den Katalog.
Die Auktion beschränkt sich keineswegs auf Automobilia. Auch die klassische Lebensmittel- und Getränkewerbung ist reich vertreten: Neben Chocolat Menier, Nestlé und weiteren Schokoladenmarken finden sich beispielsweise Reklame für Maggi, Persil, Amora und verschiedene Biersorten. Hinzu kommen historische Werbeobjekte für Absinth, Liköre und andere Getränke.
Die zeitliche Spannweite reicht dabei von frühen Werbeobjekten um 1900 bis zu Stücken aus den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren.
Mit 252 Losen bietet AdOrigins IV so eine abwechslungsreiche Mischung aus historischer Werbekunst, seltenen Emailschildern und Automobilia. Besonders das hoch eingeschätzte Avions-Voisin-Emblem sowie die Reklameklassiker von Lustucru, La Vache qui rit und Chocolat Pupier dürften für Aufmerksamkeit sorgen.
Vorbesichtigung und Live-Gebote
Die Versteigerung findet am Samstag, 14. November 2026, um 14 Uhr im Auktionshaus HDVM Hôtel des Ventes Mazzella statt.
Ort:
HDVM Hôtel des Ventes Mazzella
44, boulevard Fifi Turin
13010 Marseille, Frankreich
Wer nicht persönlich nach Marseille reisen kann, hat die Möglichkeit, online mitzubieten. Die Auktion wird über Interencheres, Drouot und Invaluable angeboten. Für die Teilnahme sind die jeweiligen Plattformbedingungen zu beachten. Laut Auktionsplakat werden Gebühren in Höhe von 25 % inklusive Steuern ausgewiesen.
Ein Blick in den vollständigen Katalog lohnt sich nicht nur für Sammler hochpreisiger Raritäten, sondern auch für alle, die sich für die Vielfalt und Gestaltungsgeschichte der alten Reklame begeistern.

Der Katalog ist online verfügbar:
Kontakt: HDVM – contact@hdvm.fr | Marc Evans, Consultant für historische Werbekunst – contact@marcevans.fr
