Rekordpreis für Michelin-Plakat: 80.000€ plus Aufgeld

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Was ist 140 x 100 cm groß und hat innerhalb von weniger als zwei Jahren einen Wertzuwachs von mehr als 300% erfahren? Ein Michelin-Plakat von Marcello Dudovich (1878-1962). Der italienische Maler, Illustrator und Plakatgestalter gilt – mit Leonetto Cappiello, Adolfo Hohenstein, Giovanni Maria Mataloni und Leopoldo Metlicovitz – als einer der Urväter des italienischen Plakatdesigns.

“Il cablé confort Michelin migliora la strada” kann man auf dem kunstvollen, lithographierten Reklameplakat lesen. Angespielt wird hier auf die positiven Fahreigenschaften der Reifen von Michelin.


Das Plakat: 200 Jahre Kunst und Geschichte
  • Höhepunkte internationaler PlakatkunstMit fast 480 Plakaten von rund 200 Künstlern und Designern bietet dieses Buch einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Plakates von den Anfängen im frühen 19
  • Jahrhundert bis heute
  • Es stellt die führenden Plakatkünstler mit typischen und wichtigen Werken vor und zeigt, dass es keine zweite Kunstgattung gibt, die unseren Alltag in einer solchen Breite begleitet
  • Plakate dokumentieren politische Ereignisse genauso wie die Film- und die Theatergeschichte; sie spiegeln die gesellschaftliche Entwicklung und nicht zuletzt die Kunst und ihre wechselnden Stile
  • Gute Plakate haben eine mehrschichtige Botschaft, die über die bloße Werbung hinausgeht und Aussagen über den Zeitgeist, über die Gestaltung, über Geschichte, Mode oder Geschmack macht

Das Plakat zeigt das Bibendum von Michelin, das es sich in einem Reifen bequem gemacht hat, den Fahrtwind und eine Zigarre genießt und dabei die Italien-Karte studiert. “Stampato in Italia” (“Gedruckt in Italien”) und “Reproduzzione Vietata” (“Nachdruck verboten”) kann man am unteren Rand des eindrucksvollen Plakates lesen.

Heiße Bieterschlacht

Im Turiner Auktionshaus Aste Bolaffi kam das Plakat am Dienstag, 16. April 2024 unter den Hammer. Vom Auktionshaus auf maximal 15.000€ geschätzt erzielte das Juwel italienischer Plakatkunst nach einem heftigen Bietergefecht das Maximalgebot von 80.000€. Zuzüglich Aufgeld war also ein Sammler bereit eine knappe sechsstellige Summe für das gute Stück im Zustand B+ zu bezahlen.

Im Juli 2022, vor also noch nicht einmal zwei Jahren, erzielte ein weiteres Exemplar dieser Rarität, sogar in noch etwas besserem Zustand A-, bei Poster Auctions International lediglich 26.400 USD (umgerechnet ca. 24.870€).


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Mich wundert das nicht: Plakate werden bislang oft unterschätzt. Emailleschilder sind wesentlich unempfindlicher der Zeit gegenüber als Papier. Daher auch viel seltener in einem so schönen Zustand zu finden!